"Spacer" bei Spinalkanalstenose

"Spacer" - hier an Hand des bewährten Implantates "Coflex" (Fa. Paradigm Spine) ist eine seit Jahren bekannte Technik zur Behandlung einer dezenten Einengung des Nervenkanales (Spinalkanalstenose) sowie der Nervenausgänge (Neuroforamen). Dabei wird zwischen den knöchernen Enden (Dornfortsätze) zweier benachbarter Wirbel ein Abstandshalter (Spacer) eingelegt. Der Raum zwischen den Wirbeln wird gedehnt und somit der Nervenkanal sowie die Nervenausgänge (Neuroforamina) etwas geweitet.

Bei moderater Spinalkanalstenose kann die typische „Schaufensterkrankheit“ der Wirbelsäule (Claudicatio spinalis) gelindert werden, ohne am Nervenkanal direkt operieren zu müssen.

 

Copyright Paradigm Spine

Vorteile: Neben einer reinen Dekompression kann die dynamische Stabilisierung Typ "Coflex" mehr Stabilität erzeugen. Durch die Aufspreizung der Dornfortsätze entfernen sich die beiden Wirbelgelenksseiten, was (theoretisch) zu weniger Facetten- (Wirbelgelenks-) spezifischen Rückenschmerzen führen sollte.

Nachteile: Die Ursache eingeengter Nerven wird durch die alleinige Einbringung der Spacer nicht beseitigt!

Angelehnt an die mittlerweile zahlreichen Studienergebnisse führen wir diese Operation nur in Verbindung mit der spinalen Dekompression des Nervenkanals durch.


Stellenwert:
Wie alle neue Verfahren wird sich der Stellenwert und Nutzen von Spacern in der Zukunft beurteilen lassen. Insbesondere der "stabilisierende" Effekt auf die Wirbelsäule und der Einfluss auf Rückenschmerzen, die durch eine Mehrbelastung der Wirbelgelenke hervorgerufen wird, sind erst noch zu beweisen. Zur alleinigen Behandlung von Rückenschmerzen setzen wir „Dornfortsatz-Spacer“ daher nicht ein.

Seitenansicht des Implantates im Röntgenbild (LWS)

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